UL-Fliegerei
Ultraleichte Sportfliegerei
[11.01.10 | 13:53 Uhr]

Ultraleichtfliegen hat schon was mit der "richtigen" Fliegerei zu tun. Optisch und vor allem technisch haben sich diese Luftsportgeräte von motorisierten Drachen zu hochmodernen Kleinflugzeugen mit beachtlichen Flugleistungen entwickelt.

c22_1Einige der kleinen Flieger mit einer Startmasse von maximal 472,5 kg können den Vergleich mit herkömmlichen Motorflugzeugen der Echo-Klasse locker antreten. Auch wenn meistens nur maximal zwei Personen im Cockpit Platz haben, erreichen die in Holz-, Metall- oder Kunststoff-Verbundbauweise gefertigten Fluggeräte Geschwindigkeiten zwischen 80 und teilweise 300 km in der Stunde. Es gibt sogar Helikopter und turbinengetriebene Experimentalflugzeuge dieser Klasse. In Sachen Spritverbrauch und Betriebskosten sind sie oft günstiger, da sie kein teures Flug- sondern vergleichsweise preiswertes Autobenzin verbrauchen und für Wartungs- und Reparaturarbeiten keine luftfahrttechnischen Werkstätten aufgesucht werden müssen.

Und alle UL´s müssen in Deutschland mit einem sogenannten Gesamtrettungssystem ausgerüstet sein. Das ist nichts geringeres als ein großer Rettungsfallschirm. Nur daß hier im Notfall das Fluggerät mit samt Insassen dran hängt.

dragonflyTrotzdem gibt es sie natürlich auch noch, die "fliegenden Gartenstühle" mit stoffbespannten Tragflächen und ohne jegliche Cockpit- bzw. Rumpfverkleidungen. Die UL´s der ersten Generation sind mittlerweile billig zu haben und bieten Enthusiasten pures Flugvergnügen.

Egal ob es nun eine alte fliegende Kiste oder eine Maschine der neusten Bauart ist, alle werden nach Sichtflugregeln (VFR) in streng festgelegten Lufträumen geflogen und für alle muß man eine entsprechende Lizenz bei einer UL-Flugschule erwerben. Neben den praktischen Flugstunden erlernt jeder in vielen Theoriestunden die notwendigen Dinge über Navigation, Aerodynamik, menschliches Leistungsvermögen, Verhalten in besonderen Fällen, Luftrecht, Wetter, Flugfunk und Technik.


gyro_1Starten und Landen darf man nur auf zugelassenen Luftsportgeländen oder Flugplätzen auf denen sich jeder Pilot genau wie in der Verkehrsfliegerei über Flugfunk verständigen muß. Die Instrumentierung hält sich aus Gewichtsgründen in Grenzen aber man findet im Cockpit neben dem Höhenmesser, Kompass, Variometer und dem Fahrtmesser auch immer öfter GPS-Navigationsgeräte und sogar Fluglagekontrollinstrumente.