GS- und HG-Windenschlepp
| Windenschlepp mit Gleitsegel und Drachen |
| [11.01.10 | 13:41 Uhr] |
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Der Windenschleppstart ist eine besondere Startart mit einer motorisch angetriebenen Schleppwinde mit deren Hilfe Drachen und Gleitschirme auf einem geeigneten flachen Gelände nach oben gezogen werden können. Diese Startart ist kein Kompromiss zum fehlenden Bergstartgelände sondern bietet durchaus eine potente Ergänzung mit enormen Streckenflugmöglich- keiten für das Flachland.Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach: Der Pilot baut sein Fluggerät genau wie beim Bergstart am Startplatz auf und das Schleppseil wird mit Hilfe eines geeigneten Fahrzeuges von der Winde zum Startplatz abgerollt bzw. ausgelegt. Dann wird das etwa 2 bis 3 mm dicke und je nach Schleppgelände unter Umständen mehr als 1000 m lange Stahl- oder Kunststoffschleppseil in eine spezielle Schleppklinke am Gurtzeug des Piloten eingehangen. Ist der Wind okay wird per Funk vom Pilot über den Startleiter zum Windenführer eine Reihe von genau festgelegten Befehlen durchgegeben. Der Windenführer gibt kontrolliert Gas, das Seil wird auf die Seiltrommel aufgespult und der Pilot hebt ab. Danach steigt das Fluggerät kontinuierlich auf die abhängig von Schleppgeländelänge, Wind und Fluggerät bis zu mehreren hundert Metern maximal erreichbare Ausklinkhöhe.Nun gibt der Pilot mittels Beinzeichen oder über Funk das Signal zum Ausklinken des Schleppseiles. Der Windenführer reduziert die Zugkraft, der Pilot klinkt das Seil aus und setzt dann seinen mehr oder weniger langen Flug fort. Derweil sinkt das Seil gebremst durch einen Seilfallschirm nach unten und wird weiter aufgespult. Ein Zugfahrzeug zieht das Seil dann wieder bis zum Startplatz aus und der nächste Pilot kann starten. Alternativ zur oben beschriebenen stationären Winde gibt es auch noch sogenannte Abrollwinden. Diese sind ohne eigenen Antrieb und werden an ein Fahrzeug montiert. Das Seil wird aber nur etwa 50 m ausgelegt. Beim Start beschleunigt dann das Auto auf 25 bis 60 km/h und rollt dabei das Seil unter voreingestellter Zugkraft ab. Diese Technik, vergleichbar mit dem Steigenlassen von Kinderdrachen, ist ausgereift aber nicht ganz so effektiv und zudem nicht immer anwendbar. |






